Wie plane ich eine gute Morgenroutine? Tips, Regeln und Rezepte – neue Ideen für einen gesunden und vitalen Start in den Tag.

Guten Morgen, der Wecker klingelt wie immer zu früh und ich möchte nur eins weiterschlafen, Snooze Taste, weiterschlafen…. auf den letzten Drücker muss ich dann raus aus dem warmen Bett und meiner schönen Bettwäsche. Ab dann nur noch Hektik: duschen, anziehen, Frühstück fällt aus, Sachen überstürzt zusammenpacken und los ins Büro.

Irgendwann wollte ich nicht mehr die Getriebene sein und selbst entscheiden, wie ich gesund und vital in den Tag starte. Es hat einige Zeit gedauert bis mir klar wurde, dass ich allein für diesen Zustand verantwortlich bin.

Nur mit dem Umsetzen ist das so eine Sache!

Um ins Handeln zukommen, habe ich einen Trick angewendet. Ich habe mir in den schönsten Farben ausgemalt, wie für mich ein selbstbestimmter Moment am Morgen idealerweise aussehen kann. Was mache ich gerne, was wäre mein Frischmacher für den Tag? Bewegung ist für mich wichtig und in der Natur bin ich auch gern.

Meine Inspiration

Mir kamen sofort Bilder zum Frühling in einer morgendlichen Stimmung, ich joggend zwischen Frühblühern und duftenden Blumen, munterem Vogelgezwitscher. Die Stadt schläft noch und ich genieße einen Moment die Gelassenheit um mich herum, meine Gedanken lösen sich vom fokussierenden Alltag, neue Ideen kommen oder der Moment ist einfach gut, ohne Gedanken und dabei laufe ich, laufe und laufe. Dann durchgeschwitzt unter die Dusche springen und ein Tag voller Vitalität liegt vor mir.

Wähle etwas, was Dir gefällt.

Diese Vorstellung ist natürlich etwas idealisiert, aber sie hilft, um mit dem eigenen Vorhaben zu starten. Du kannst auch jede andere Aktivität in die Mitte rücken, das kann auch Yoga, Meditation oder Gitarre spielen sein. Es geht darum, dass Du etwas wählst, was Dir gefällt. Ich habe mich fürs Joggen entschieden. Das ist eine einfache Sache, die ich an jedem Ort machen kann, auch wenn ich geschäftlich unterwegs bin oder im Urlaub. Dafür brauche ich auch kein Studio, ich mag die Art von Unabhängigkeit und auch die Regelmäßigkeit, die mit diesem Sport möglich ist. Als ich dann anfing meine Idee in die Tat umzusetzen, habe ich noch ein paar Alltagshilfen eingebaut, die mir bei meinem neuen Vorhaben geholfen haben.

Welche Regeln haben mir geholfen, meine Morgenroutine zu entwickeln?

  • Ich habe darauf geachtet, dass ich abends zeitig ins Bett gehe, 7 Stunden Schlaf sind für mich gut. Das ist individuell unterschiedlich, das können auch 7 – 9 Stunden Schlaf sein, die Dir guttun, siehe Abendroutine.
  • Alkohol nur in Maßen trinken, 1 Glas Wein ist in Ordnung
  • Ich lege die Laufkleidung abends hin, damit ich morgens gleich starten kann, incl. Mütze, Mundtuch in kalter Jahreszeit, Socken, Laufschuhen und Haustürschlüssel
  • Meine Anziehsachen für den Tag lege ich auch schon bereit incl. Schuhauswahl (fällt nicht immer leicht)
  • Meine Tasche fürs Büro ist am Abend gepackt
  • Meine Haferflocken für das morgendliche Müsli weiche ich über Nacht ein
  • Die Zutaten wie Obst, Ingwer, Gewürze und der Honig liegen auf der Arbeitsplatte bereit.

Mein morgentlicher Ablauf beginnt mit Joggen

Ich plane morgens 50 Minuten mehr Zeit ein. Wenn der Wecker jetzt morgens klingelt, erlaube ich mir 1x snoozen – 8 herrliche Minuten im Halbschlaf. Danach stehe ich auf und brauche nichts zu entscheiden, alles läuft wie von alleine. Rein in die Laufsachen und Schuhe, dann schnappe ich mir den Haustürschlüssel und los geht’s.

Ich laufe immer mein Tempo, wenn ich will kann ich jederzeit aufhören und eine Pause machen. Mach ich aber nicht, weil das gute Gefühl hinterher mit der momentanen Anstrengung zusammenhängt. Also laufe ich ganz regelmäßig und achte auf die Umgebung. Auf das Singen der Vögel, die Düfte, das Eichhörnchen und den weichen Regen. Ganz so romantisch ist die Wirklichkeit dann doch nicht, dass ein ewiger sonnendurchflutender Frühlingsmorgen uns umgibt.

Dabei vergesse ich, dass ich immer noch laufe. Springe über Pfützen und lege Sprints ein – kurze schnelle Intervalle, die das normale Tempo unterbrechen. Sowas kommt von ganz alleine, du brauchst dich nicht zu quälen, du bewegst dich so gut, wie du kannst, gibst aber auch nicht beim ersten Luftschnappen auf. Du kannst die Strecke mit der Zeit auch steigern, wichtig ist nur, dass du 35 Minuten in Bewegung bist. Nachdem Laufen noch ein paar Dehnübungen und schon bist du fertig.

Alles liegt bereit:

Dann Duschen, ich benutze immer Seife im Stück, das ist schonender für die Haut und hinterher ein gutes Massageöl. Die Kleidung für den Tag liegt bereit. Ohne nachzudenken einfach anziehen, schön im Fluss. In der Küche steht alles für das Müsli bereit. Während das Teewasser anfängt zu kochen bereite ich das Müsli vor:

Rezept

  • 4-5 EL grobe Haferflocken pro Person über Nacht einweichen
  • ca. 1cm langes Stück Ingwer pro Person (bei Kindern Ingwer weglassen, ist meistens zu scharf)
  • ¼ TL Kardamom
  • ¼ TL Zimt
  • 1 Prise Salz
  • Saft von einer ½ Zitrone
  • Obst der Jahreszeit
  • Nüsse (z.B. Walnüsse)

Zubereitung

Haferflocken über Nacht in Wasser einweichen, dafür die Haferflocken mit reichlich Wasser bedecken.

Die Haferflocken vor der Zubereitung durch ein Sieb gießen. In einen Topf füllen und wieder mit frischem Wasser bedecken. Anschließend 1 Prise Salz hinzufügen, sonst schmeckt es nüchtern. Kardamom, Zimt sowie den klein geschnittenen Ingwer hinzufügen. Dann alles einmal aufkochen lassen und den Topf neben das Kochfeld stellen. Das kleingeschnittene Obst dazugeben, Nüsse, Zitronensaft und nach Geschmack Honig hinzugeben.

Meistens bereite ich mir einen Kräuter- oder einen grünten Tee dazu.
Ich mache immer soviel Müsli, dass es gleich für die ganze Familie reicht.